Je näher du ans Grün kommst, desto mehr verschiedene Schläge stehen dir zur Auswahl. Entfernung, Lage und Fahnenposition geben dir Hinweise darauf, welchen Schlag du spielen solltest – aber am Ende musst du selbst entscheiden, welches Wedge dafür das richtige ist. Viele Golfer machen den Fehler, nur nach dem Loft auszuwählen. Aber die eigentliche Frage, die du dir stellen solltest, lautet: Welcher Grind passt zu diesem Schlag?“
T M F S D K
Auf den ersten Blick könnte es wie eine Zeile aus einem Sehtest aussehen. Doch diese sechs Buchstaben stehen für eine der wichtigsten Entscheidungen, die du treffen wirst, bevor du irgendeinen Wedge-Schlag ausführst. Jeder Buchstabe entspricht einem eigenen Vokey Grind, der dafür entwickelt wurde, eine bestimmte Leistung für bestimmte Schlagarten zu liefern.
Die Aufgabe eines Grinds besteht darin, den Schlägerkopf so zu führen, dass ein konstanter, solider Ballkontakt gefördert wird. Aber während sich deine Strategie rund ums Grün verändert, verändert sich auch deine Technik, dein Eintreffwinkel – und deine Wedges müssen sich entsprechend mitverändern. Genau deshalb gibt es verschiedene Grinds. Denn kein einziges Grind-Design kann alle Schläge und Bedingungen bewältigen, denen du während einer Golfrunde begegnest.
Grinds sind Modifikationen an der Sohle, die Vielseitigkeit oder Fehlertoleranz erhöhen. Die Form muss zu deiner individuellen Technik und den Platzbedingungen passen. Du brauchst die richtigen Werkzeuge in deinem Werkzeugkasten.
- Bob Vokey
WIE "GRINDS" ENTSTANDEN
Jeder Vokey Wedge Grind wurde entwickelt, um ganz bestimmte Herausforderungen auf dem Golfplatz zu meistern.
Sie wurden nicht am Whiteboard entworfen. Sie sind auf der Range entstanden, in den Bunkern und rund ums Grün – dort, wo Bob immer wieder von Tour-Profis hörte: „Ich brauche etwas, das mir genau bei diesem Schlag hilft.“
Ein Spieler steht vor einer Herausforderung.
Bob hört zu.
Er macht sich Gedanken.
Er verändert, entfernt Material.
Er fügt etwas Bounce hinzu.
Er nimmt etwas Bounce weg.
Er testet mit Tourspielern.
Er hört wieder zu.
Dieser Kreislauf wiederholt sich so lange, bis der neue Grind in der Tasche des Spielers landet.
„Ich bin fest davon überzeugt, dass die Tour im Golfgeschäft alles ist. Wenn die besten Spieler der Welt es benutzen, fühlt es sich auch für dich so an, als hättest du das bestmögliche Equipment in der Hand.“
- Bob Vokey
DER URSPRUNG ALLER GRINDS DER SM11
Die SM11 Grinds sind das Ergebnis von Bobs jahrzehntelanger Zusammenarbeit mit den besten Wedge‑Spielern der Welt. Wie Vokey‑Fans wissen, ist der Buchstabe, der jedem Grind zugeordnet wird, meist eine subtile Anspielung auf den Spieler, für den Bob ihn ursprünglich entwickelt hat. Doch um wirklich zu verstehen, welches Problem jeder Grind löst, für wen er am besten geeignet ist und was er für dein Spiel bedeuten kann, müssen wir einen Blick darauf werfen, warum sie überhaupt entstanden sind …
DER F GRIND
Für Konstanz bei vollen Schwüngen aus jeder Lage
Bob brachte 1997 die ersten F‑Grind‑Prototypen auf die Tour und seitdem gehört dieser Grind zum festen Kern der Vokey‑Kollektion. Er ist ein sauberes, schlichtes Full‑Sole‑Design, gebaut für maximale Stabilität und konstante Ergebnisse. Gleichzeitig ist er der fehlerverzeihendste Grind innerhalb der SM11‑Serie. Wenn du einen vollen Wedge‑Schlag spielst, ist Vorhersehbarkeit entscheidend – und genau dort zeigt der F Grind seine ganze Stärke.
Mit einem 48°, 50° oder 52° in der Hand öffnen oder schließen die meisten Spieler das Schlägerblatt nicht so stark wie bei einem Lob Wedge. Genau deshalb hat Bob das F‑Grind‑Design bewusst einfach gehalten. Die Full‑Sole und der höhere Bounce verhindern, dass der Schläger sich eingräbt, und helfen ihm, sauber durch das Turf zu gleiten. Der Grind ist dafür gebaut, Spielern bei volleren Schwüngen mehr Selbstvertrauen und Aggressivität zu geben – ganz ohne die Sorge, dass die Leading Edge hängen bleibt.
Dafür eignet sich der F Grind:
Wer vom F Grind profitiert:
Alle, die bei vollen Wedge‑Schwüngen – besonders mit PW und GW – maximale Stabilität, Fehlertoleranz und Konstanz wollen.
DER M GRIND
Für vielseitige Schläge rund ums Grün
Bob Vokey sagt oft, dass alles mit dem F Grind begonnen hat. „Von da an“, erinnert er sich, „habe ich einfach versucht, die Sohle so zu verändern, dass Spieler unterschiedliche Schlagarten ausführen können.“ Aus genau diesem Ansatz entstand der M Grind. Er wurde aus der Erkenntnis geboren, dass einige der besten Wedge‑Spieler auf der Tour ihre Schläger bereits selbst so modifizierten, dass die Standard‑Modelle diese Anpassungen noch gar nicht abbildeten.
Noch bevor es den M Grind gab, fiel Bob auf, dass bestimmte Spieler ganz gezielte Grind‑Modifikationen wollten – subtile Veränderungen, die ihnen rund ums Grün mehr Kreativität ermöglichten. Ein Spieler bat darum, Material an der Toe zu entfernen, damit er feine Chips mit abgesenkter Toe spielen konnte. Ein anderer wollte mehr Relief an der Ferse und der Trailing Edge, damit der Schläger bei offenen Schlagflächen flacher aufliegt.
Bobs Antwort darauf war der M Grind. Eine einzige, vielseitige Sohle, die all diese typischen Tour‑Modifikationen vereinte. Durch das Entfernen von Material an der Toe, der Ferse und der Trailing Edge entwickelte er einen Multi‑Purpose‑Grind, der mehr Schlagflächenkontrolle, Kreativität und ein geschmeidiges Gleiten durchs Turf ermöglicht. So schuf Bob einen Wedge‑Grind für echte Shotmaker – einen Grind, der sich auf einzigartige Weise an nahezu jede Spielsituation anpassen kann.
“
Ich finde, der M Grind ist Bobs bestes Werk. Er bietet dir das Beste aus beiden Welten. Er hat den Bounce, den du für Schläge mit square‑face brauchst – und gleichzeitig eine Form, die es dir erlaubt, die Schlagfläche rund ums Grün weit zu öffnen.”
-Aaron DillDafür eignet sich M Grind:
Wer vom M Grind profitiert:
Spieler, die ihre Technik rund ums Grün variieren. Spieler, die den Schlag bereits im Kopf sehen – und ein Werkzeug brauchen, um ihn umzusetzen.
DER D GRIND
Das Wedge für viel Bounce
Der D Grind ist im Grunde der große Bruder des M Grind.
Als die Saison weiter voranschritt und die Bedingungen weicher wurden, bemerkten einige Tour‑Spieler, dass ihr M Grind bei Chip‑Schlägen begann, sich zu sehr einzugraben. Für Bob gab es eine einfache Lösung: mehr Bounce hinzufügen. Der zusätzliche Bounce verhindert, dass sich der Schläger bei steileren Schwüngen oder weicherem Gras eingräbt – und gleichzeitig bleibt die vielseitige Form erhalten, die Spieler rund ums Grün so sehr schätzen.
Stellt man den M und den D Grind nebeneinander, sieht man sofort, dass sie eng miteinander verwandt sind. Doch das entscheidende Merkmal des D Grind ist sein erhöhter Forward Bounce. Dieser zusätzliche Bounce sorgt für einen deutlichen Unterschied in der Performance – besonders dann, wenn das Schlägerblatt square den Boden trifft.
Und genau wie der M Grind besitzt auch der D Grind ein Trailing‑Edge‑Relief, das die Leading Edge nah am Boden hält, wenn du das Schlägerblatt öffnest. Er ist sozusagen eine strategische Weiterentwicklung des M Grind: ein vielseitiges Sohlendesign, kombiniert mit zusätzlichem Schutz gegen das Eingraben.
Dafür eignet sich der D Grind:
Wer vom D Grind profitiert:
Spieler, deren Chips oder Divots häufig zu tief werden – und die rund ums Grün mehr Vielseitigkeit mit zusätzlicher Fehlertoleranz suchen.
DER T GRIND
Für schärferes Shotmaking
Der T Grind ist ein weiterer direkter Nachfahre des M Grind. Zu dieser Zeit war der M Grind auf der Tour bereits unglaublich beliebt. Doch als die Spieler zunehmend auf kurzgemähten und festeren Untergründen antreten mussten, fiel Bob auf, dass die Leading Edge nicht mehr tief genug am Boden lag, wenn die Spieler die Schlagfläche vollständig öffneten. Um dieses Problem zu lösen, entschied er sich, noch mehr Material vom M Grind zu entfernen.
Dafür eignet sich T Grind:
Wer vom T Grind profitiert:
Golfer, die sich wohlfühlen, eine Vielzahl unterschiedlicher Schläge rund ums Grün zu spielen. Spieler, die Präzision über Fehlertoleranz stellen.
„Im Jahr 2019 machte sich Justin Thomas auf den Weg zum Presidents Cup in Australien, wo es extrem trocken und hart werden würde. Zu dieser Zeit spielte er ein 8°‑K‑Grind mit zusätzlicher Fersenentlastung – aber ich dachte trotzdem, dass es zu viel Bounce wäre. Also sagte ich JT, dass ich ihm ein Goodie‑Paket zum Ausprobieren schicken würde. Ich schickte ihm ein K‑Grind mit noch weniger Bounce, ein L‑Grind, ein A‑Grind und ein T‑Grind.
Er nahm alle vier Schläger mit nach Australien und testete sie rund um das Übungsareal. Sofort als JT den dortigen Boden betrat, merkte er, dass es tatsächlich unglaublich hart und komplett ausgetrocknet war. Ihm war bewusst, dass er maximale Vielseitigkeit aus einem Grind brauchen würde, der mühelos unter den Ball kommen konnte. Der T‑Grind war der eindeutige Gewinner – und er spielte den T‑Grind die gesamte Woche, auf seinem Weg zu einer 3‑1‑1‑Bilanz und einem Comeback‑Sieg für Team USA.
Nachdem sie in die USA zurückgekehrt waren, erhielt ich Anrufe von Spielern beider Teams, die nach dem Wedge fragten, das ich Justin gegeben hatte – und der T‑Grind verzeichnete einen weiteren Popularitätsschub, der sich bis heute auf der Tour fortgesetzt hat.“
- Aaron Dill
DER K GRIND
Für Fehlerverzeihung rund ums Grün
Der K‑Grind entwickelte sich nicht direkt aus einem bestehenden Grind. Er entstand aus einem bestehenden Bedarf.
Dafür eignet sich der 12 K Grind:
Wer vom 12 K Grind profitiert:
Jeder Spieler, der bei seinem Wedge mit dem höchsten Loft den größtmöglichen Spielraum für Fehler haben möchte.
Dafür eignet sich der 06 K Grind:
Wer vom 06 K Grind profitiert:
Spieler, die die fehlerverzeihende Performance des K‑Grind rund um das Grün möchten – angepasst an festere Bodenbedingungen.
“Ich nahm einen frühen Prototypen in 2012 mit nach Pebble Beach. Während der Proberunden bemerkte ich, wie ein Top‑Spieler in einem Bunker mit seinem 260.08‑Wedge aus unserer 200‑Serie Probleme hatte. Also gab ich ihm einen 6°‑K‑Grind‑Prototypen, bat ihn aber, sich die Sohle nicht anzusehen – ich wollte einen Blindtest.
Er schlug ein paar richtig gute Bunkerschläge. Dann ging er schnell ins Rough und schlug ein paar Bälle. Danach aufs Fairway … und als ich wusste, dass er ihn mochte, sagte ich ihm, dass er sich jetzt die Sohle ansehen dürfe. Er konnte kaum glauben, wie breit sie war. Er sagte: ‚Was? Niemals kann ich damit spielen. Das sieht aus wie ein Schläger für Hacker!!’
Aber er nahm den Schläger schließlich für Pebble Beach ins Bag. Etwas später, als er sich auf Augusta vorbereitete, bat er mich dann um eine Version des K‑Grinds mit mehr Bounce. Und genau mit diesem Wedge gewann er letztlich das Masters.”
- Bob Vokey
DER S GRIND
Schmal und vielseitig
Der S‑Grind wurde erstmals entwickelt, als sich Spieler auf The Open Championship vorbereiteten – wo hartes, vom Wind ausgetrocknetes Links‑Terrain eine völlig andere Art von Wedge‑Performance erfordert. Unter solchen Bedingungen können Wedges mit einer breiteren Sohle und höherem Bounce sogar zum Nachteil werden. Anstatt Fehlertoleranz zu bieten, kann die Sohle zu schnell vom Boden abprallen, was zu Schlägen führt, die extrem niedrig starten – oder dünn getroffen herauskommen.
Seitdem hat Bob in seinen Fittings ein Muster erkannt. Der S‑Grind gehört fast immer zu den letzten zwei oder drei Wedges, die Spieler ernsthaft in Betracht ziehen, in ihr Bag aufzunehmen. Und wenn ein Spieler zwischen mehreren Optionen schwankt, empfiehlt Bob häufig den S‑Grind, weil er genau weiß, dass er liefert – besonders bei den neutral-ausgerichteten Wedge‑Schlägen, auf die Golfer in jeder Runde angewiesen sind.
In den Worten von Bob, “Wedges mit S Grind sind Wedges, die einfach funktionieren.”
Dafür eignet sich S Grind:
Wer vom S Grind profitiert:
Spieler, die maximale Konstanz und eine geschmeidige Interaktion mit dem Boden bei neutral-ausgerichteten Schlägen suchen.
KENNE DEINE GRINDS
“Wir versuchen, Spielern ein Bag voller Selbstvertrauen aufzubauen. Das bedeutet nicht automatisch, dass alle Wedges High‑Bounce oder Low‑Bounce haben müssen – wir wollen ein Setup schaffen, bei dem sie sich so wohl fühlen, dass sie gar nicht mehr über ihren Grind nachdenken, sondern einfach Golf spielen.”
-Aaron Dill
DER GRIND HÖRT NICHT AUF
Seit Jahrzehnten setzt Bob Vokey den sich ständig weiterentwickelnden Standard für Wedge‑Performance. Technologien haben sich weiterentwickelt, Grooves sind schärfer geworden und präzise Fertigung hat das moderne Wedge grundlegend verändert. Doch durch jede Generation hindurch hat sich Bob’s Grundsatz nie verändert: Der richtige Grind ist für jeden Spieler der beste Weg zu besserem Wedge‑Spiel
“Was wir seit ganz am Anfang getan haben – und was wir bis heute tun – ist: Wir hören zu und holen Feedback ein. SM11 ist nicht einfach aus SM10 entstanden. Es stammt von ganz früher. Man erkennt die 200‑Series darin. Spin Milled steckt darin. Wir lernen aus jeder Serie etwas Neues. Und all das, was wir gelernt haben, steckt in SM11.”
-Bob Vokey
Das gesammelte Wissen von Bob, Aaron und dem Vokey‑Design‑Team mündet in den sechs Legacy‑Grinds, die SM11 definieren. In Kombination mit erweiterten Loft‑ und Bounce‑Konfigurationen ermöglichen sie jedem Golfer, ein Wedge‑Setup aufzubauen, das perfekt zu seinem Schwung, seinen Platzbedingungen und den Schlägen passt, auf die er sich am meisten verlässt.
Und selbst jetzt, nach jahrzehntelanger, maßstabsetzender Arbeit in der Branche und einer überwältigend positiven Resonanz auf SM11, grinded Bob mit 86 Jahren immer noch unermüdlich weiter.
Wenn du liebst, was du tust, machst du einfach weiter. Und ich habe nichts Besseres zu tun … nichts Besseres als das!
- Bob Vokey